Der Mensch der zu beschäftigt ist 

sich um seine Gesundheit zu kümmern,

ist wie ein Handwerker, der keine Zeit hat,

sich um sein Werkzeug zu pflegen.

Die Nebenniere

​

Die Nebennieren sind paarig angelegte Organe, die anders als der Name vermuten lässt, nichts mit den Nieren zu tun hat. Sie liegen als kleine Zipfelmützen auf den Nieren drauf. Daher der Name „Neben“nieren

Die Nebennieren sind hormonbildende Organe und bestehen aus eigentlich zwei Bereichen. Einmal das Nebennierenmark und die Nebennierenrinde.

In dem Mark werden die so genannten Katecholamine gebildet. Also Adrenalin, Noradrenalin und DHEA.

In der Rinde werden Cortisol, Androgene, Aldosteron (für den Wasser/Salzhaushalt) gebildet.

Nun stellen wir uns mal vor, wie es damals so war. Wir erinnern uns noch an die Mammuts? 

Damals, vor gar nicht allzu langer Zeit gab es nur zwei Möglichkeiten. Fight or flight. Entweder wir haben gegen das Mammut gekämpft und brauchten Adrenalin und Cortisol oder wir waren auf der Flucht und brauchten Cortisol und Adrenalin. Beide Zustände waren immer zeitlich begrenzt. War das Mammut erlegt und in unserem Bauch, kam die Zeit des Ausruhens. Die Nebennieren konnten sich entspannen und regenerieren von der Masse an Adrenalin und Cortisol, was sie produzieren mussten. Oder die Gefahr war gebannt, wir lungerten in unserem Versteck und das Mammut ist weitergezogen. Auch hier konnten unsere Nebennieren regenerieren.

Nun, da wir alle Mammuts aufgegessen haben, hat uns die Entwicklung neue Mammuts geliefert.

Nur dieses Mal haben sie andere Namen. Sie heißen: Ehegatte/Partnermammut, Kindermammut, Chefmammut, Leistungsmammut, Nachbarmammut und so weiter und so fort.

Leider lassen die sich nicht verspeisen und auch nicht aus der Welt vertreiben.

Also müssen unsere Nebennieren dauerproduzieren. Dass diese jetzt aber langsam die Nase voll haben und nicht mehr können, kann man sich wohl lebhaft vorstellen.

Was passiert nun?

Erst fangen die Nebennieren an auf Hochtouren zu produzieren und wir kommen kaum noch zur Ruhe, dann sinkt der Spiegel ab und wir merken es an Erschöpfung, Leistungsknick, Schlafstörungen, Libidoverlust, depressive Verstimmungen, Depressionen, chronische Erschöpfungszustände (CFS), Appetitveränderungen, Gewichtsveränderungen…. U.s.w.

Und irgendwann landen wir dann in den so genannten Burn-Out, der uns im schlimmsten Fall für mehrere Monate aus dem Verkehr zieht.

​

Diagnose

Nach einem ausführlichen Gespräch kann man meistens schon die Ursachen feststellen. Denn nicht nur psychischer Stress kann die Ursache für eine Nebennierenschwäche sein, sondern auch Erkrankungen, Umweltbelastungen, Lebensumstände, Trauer, 

Medikamente u.s.w.Wenn nun der Verdacht auf eine 

Nebennierenschwäche/Erschöpfung  (NNS / NNE) steht, werden 

über ein Speicheltest die Hormone der Nebennieren kontrolliert. 

Aber auch der Darm (wie immer!) mit untersucht. Denn was 

die Nebennieren benötigen, sind Nährstoffe. Werden die über 

einen gestörten Darm nicht richtig aufgenommen, knicken die 

Nebennieren irgendwann ein. Kein Treibstoff = keine Produktion. 

Wie mit dem Auto. Kein Sprit im Tank = Auto fährt nicht.

​

(hier ein Laborbefund einer Nebennierenschwäche)

​

Therapie

Da in der Anamnese ja schon einiges in Erfahrung gebracht wurde, kann man anhand dessen schauen, wo man im Alltag die Notbremse ziehen kann.

Generell heißt es aber auch: Nebennieren wollen gaaaanz lange gebauchpinselt werden, bis sie sich wieder erholt haben.

Mit einer Darmsanierung, Ernährungsanpassung, Nährstoffe die unter Umständen auch per Infusion verabreicht werden können, abschalten von Stressoren, Erholungszeiten im Alltag einbauen, Schlafhygiene, und so weiter und so fort, kann die Nebenniere auf ihrem Weg der Erholung unterstützt werden. 

 

​

Termin vereinbaren

© 2018 Body-n-Harmony / Manuela Döring

ANSCHRIFT

Max Fiedler Strasse 12

45128 Essen